Kirche im Kiez

Kirche im Kiez

Liebe Leserin, lieber Leser,

der November ist ein wechselhafter Monat. Bunt und stürmisch. Und dann wieder sonnendurchleuchtet und still. An manchen Tagen kann man schon den Winter riechen. Er läutet das Ende des Kirchenjahres ein.
Während uns der Oktober noch ein paar letzte Runden Sommer gönnte, ist der November für mich eine Zeit, in der man langsam Abschied nimmt. Nicht nur von den warmen Temperaturen, sondern von alledem, was man in diesem Jahr zurücklassen will. Wie auch von denen, die man zurücklassen musste und an die wir uns am Ewigkeitssonntag noch einmal erinnern werden. In diesem Monat vergeht etwas, das einmal war. Blätter fallen und lassen nichts als kahles Geäst im langsam immer kälter und grauer werdenden Berlin zurück.
Aber, so rede ich mir selbst ganz gerne gut zu, wo ein Ende ist, da ist gewiss auch ein neuer Anfang. Jedenfalls ist das meine Hoffnung als Christin.
Und ich weiß auch, dass einer dieser Neuanfänge uns bereits im Dezember erwartet. Mit jedem entzündeten Licht bewegen wir uns auf ihn zu und lassen unser Leben erleuchten von der Gewissheit, dass es weiter gehen wird, auch wenn etwas in unserem Leben zu seinem Ende gefunden hat. Denn seht: uns wird ein Kind geboren worden sein, das trägt all unsere Last auf seinen Schultern. Kommt gut durch diesen lebendigen Herbst!

Pfarrerin Rebecca Marquardt

(Sprechzeit: mittwochs 16.30-18.30 Uhr im Pfarrbüro und nach Vereinbarung.
Achtung! Geänderte Sprechzeiten. Ab Dezember findet die Sprechstunde der Pfarrerin mittwochs von 16.00 - 18.00 Uhr statt.)

 

Registriere Dich auf unserem neuen Newsletter!

Folge uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/emmausoelberg/

Junge Pfarrerin in Kreuzberg
Mehr als Gottesdienst, das ist ein hartes Stück Großstadt-Realität

Veröffentlicht am 31.05.2019 in Welt Panorama