Kirche im Kiez

Kirche im Kiez

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wollen wir zukünftig Gottesdienst feiern? Diese Frage hat uns beschäftigt. "Uns" – das ist ein Team aus Menschen, die regelmäßig Gottesdienste in unserer Gemeinde gestalten. Daraufhin haben wir unsere Köpfe zusammengesteckt, nachgedacht, gefühlt, uns Ratschläge von anderen geholt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir nach vielen Jahren etwas Neues ausprobieren wollen:
Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent und pünktlich zur Einführung der neuen Perikopenordnung soll es auch ein neues Gottesdienstkonzept geben. In den Wintermonaten (Oktober bis März) finden die Gottesdienste hauptsächlich in der Ölberg-Kirche statt und in den Sommermonaten (April bis September) in der Emmaus-Kirche. Diese Regel lässt weiterhin Ausnahmen zu, die vor allem an Festtagen und bei besonderen Gottesdiensten, wie bereits am 1. Advent, zum Tragen kommen. Familien- und Themengottesdienste wird es weiterhin geben, jedoch nicht mehr monatlich, sondern ein paar Mal im Jahr mit extra Ankündigung

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Vorteile?
Es ist neu. Das allein ist nicht unbedingt ein Vorteil, aber es öffnet den Kopf für frische Ideen und Gedanken.
Wir sparen im Winter viel Heizkosten, denn das Aufheizen der Emmaus-Kirche kostet ein Vielfaches dessen, was für das Heizen in der Ölberg-Kirche nötig ist , die wegen der vielfältigen anderen Nutzung ohnehin nie ganz auskühlt.
Es sind weniger kraftraubende nächtliche Umbaumaßnahmen nötig, weil nach Konzerten in Emmaus (die eher im Winter stattfinden) am nächsten Morgen kein Gottesdienst stattfindet.
Wir feiern regelmäßig Abendmahl in beiden Kirchen.
In jedem Gottesdienst können wir aus den bayerischen Gesangbüchern singen, die wir bisher nur in Ölberg nutzen und die eine größere Liedauswahl bieten.
Zukünftig nötige Ergänzungs-Gesangbücher müssen in deutlich geringerer Anzahl gekauft werden, weil nur eine Kirche versorgt werden muss. Im Frühjahr und Herbst ziehen wir mit den Büchern und anderen Ausrüstungsgegenständen von einer Kirche in die andere um.
Das System ist für Menschen, die nicht genau wissen, der wievielte Sonntag im Monat gerade ist, leichter zu durchschauen. Ob Sommer oder Winter, das ist leichter zu merken. Und die wenigen nötigen Ausnahmen gibt es schon heute – und sie funktionieren bisher gut.
Denken Sie mit uns nach und/oder erspüren Sie ab Dezember den neuen Rhythmus, um mit uns gemeinsam weitere Vorteile zu formulieren.

Nachteile?
Die wird es sicher auch geben.
Unsere größte Sorge: Wie "fühlt sich eine Kirche an", in der länger kein Gottesdienst war. Ändert sich die Atmosphäre?
Spüren Sie dem gemeinsam mit uns nach und lassen Sie uns nach sechs Monaten, im Mai 2019 über das neue Konzept ins Gespräch kommen!
Doch auch vorher sind wir natürlich ansprechbar und nehmen gerne Fragen, Gedanken, Anregungen und Kritik entgegen.

So viel Aufregendes und Neues, doch erst einmal beginnt für die meisten von uns eine Zeit der Ruhe und Erholung. Wir wünschen Euch und Ihnen eine gute Zeit, neue Eindrücke, Entspannung, Gesundheit unter Gottes Segen.

Pfarrerin Rebecca Marquardt und Kantor Ingo Schulz

(Sprechzeit: mittwochs 16.30-18.30 Uhr im Pfarrbüro und nach Vereinbarung)

125 Jahre

sind vergangen seit die Emmaus-Kirche
am 27. August 1893 eingeweiht worden ist.
Das wollen wir natürlich feiern.

Am 2. September 2018
mit einem Gottesdienst um 11 Uhr
und anschließendem Gemeindefest.